ÂTikTok, Instagram & Co.:
Wer auf Social Media sichtbar sein will, kommt an Vertical Videos nicht vorbei. Sie dominieren TikTok, Instagram und YouTube und sind ein echter Gamechanger, wenn es um Reichweite und Engagement geht. Der Grund? Die meisten Nutzer*innen konsumieren Inhalte heute überwiegend auf dem Handy – und das in kurzen, snackable Formaten.
In diesem Guide erfährst du, warum Vertical Videos so gut performen, wie du sie strategisch für dein Marketing nutzen kannst und was du bei der Erstellung beachten musst, damit sie nicht nur gut aussehen, sondern auch maximale Sichtbarkeit und Interaktion erzielen.
Key Takeaways
Vertical Videos im Format 9:16 sind ideal fĂĽrs Smartphone und bieten ein immersives und ablenkungsfreies Nutzungserlebnis.
Best Practices wie eingehaltene Safezones, Untertitel und der richtige Einstieg können entscheidend für den Erfolg deines Videos sein.
Die Aufmerksamkeitsstärke des Formats sorgt für nachweislich höhere Abschlussraten und ein höheres Engagement.
Bekannte Trends und Songs können deine Reichweite pushen. Beachte dabei, dass sich Algorithmen und Richtlinien der Plattformen unterscheiden.
Was sind Vertical Videos?
Der Name sagt’s eigentlich schon: Hochformatige (vertikale) Videos im 9:16-Format, perfekt für Smartphones. Während Filme und TV-Inhalte im klassischen 16:9-Querformat produziert werden, sind Vertical Videos die Antwort auf unser modernes, mobile-first Nutzungsverhalten. Ob TikTok, Instagram Reels oder YouTube Shorts – sie sind DAS Trend-Format auf Social Media.
Und woher kommt der Trend?
Vertical Videos gibt’s nicht erst seit gestern. Snapchat war 2011 Vorreiter und führte Storys im Hochformat ein. Der wirkliche Durchbruch kam aber mit TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts.
9:16 everywhere –
Wo und wie werden Vertical Videos genutzt?
Der wohl wichtigste Einsatzort fĂĽr vertikale Videos sind soziale Netzwerke.
Plattformen, die auf Hochformat setzen:
- TikTok – Führend im Bereich vertikaler Kurzvideos und besonders beliebt bei der Gen Z. Die Clips sind kurz, kreativ und erzielen oft hohe Engagement-Raten.
- Instagram – Reels sind Instagrams Antwort auf TikTok. Reels ist aktuell das wichtigste Format für Reichweite und Wachstum auf Instagram.
- YouTube Shorts – YouTube hat TikToks Erfolg erkannt und mit YouTube Shorts sein eigenes Vertical-Video-Format eingeführt und direkt in die Plattform integriert. Shorts sind ein relativ neues, aber wachsendes Format.
- Snapchat – Lange bevor TikTok und Instagram Reels den Markt eroberten, hatte Snapchat bereits das vertikale Story-Format etabliert. Aktuell sinkt die Relevanz im Vergleich zu TikTok und Instagram.
Warum sind Vertical Videos so erfolgreich?
Ganz einfach: Da die meisten von uns ihr Smartphone in der Regel hochkant halten, nehmen Vertical Videos den gesamten Bildschirm ein und bieten so eine besonders immersive und nahezu ablenkungsfreie Erfahrung. Der Vorteil? Die Nutzer*innen bleiben fokussiert, weil sie keine anderen Inhalte sehen, die sie ablenken könnten. Genau das macht Vertical Videos so mächtig und auch für Unternehmen aus Marketingsicht praktisch unverzichtbar. Keine Ablenkung, kein Scrollen – nur dein Content.
Technische Grundlagen und Tipps zur Videoproduktion
Fragst du dich, wie genau du solche vertikalen Videos jetzt am besten erstellst? Welche Tools dir die Arbeit erleichtern können? Und welche technischen und inhaltlichen Aspekte du berücksichtigen musst? Wir zeigen’s dir!
1. Seitenverhältnis: 9:16
Das Standardformat für Vertical Videos ist 9:16 – also perfekt an die Bildschirmgröße eines Smartphones angepasst.
2. Aufnahme und Schnitt – Welche Tools lohnen sich?
Schnell und easy:

Wenn’s schnell gehen soll, nutze dein Smartphone! Die Kamera-Apps von TikTok & Instagram haben sogar integrierte Bearbeitungstools und Vorlagen, die dir die Aufnahme und die Bearbeitung erleichtern.
Mehr Kontrolle & Profi-Qualität:

Gerade wenn du deinen Content plattformübergreifend erstellen möchtest, und er sowohl horizontal als auch vertikal funktionieren soll, empfehlen wir dir eine horizontale Aufnahme (idealerweise in 4K), um später flexibel zuschneiden zu können. Nutze eine Kamera mit Stativ. So verhinderst du Verwacklungen und kannst mit Licht, Tiefenschärfe & Co. spielen. Für professionelle Schnitte und Animationen empfehlen wir dir Programme wie Adobe Premiere Pro oder Final Cut Pro.
Tipp:
Social-Media-User scrollen schnell und du hast nur wenige Sekunden um zu überzeugen – also sorge für schnelle Schnitte und einen starken Einstieg.
3. Achtung! Safezones beachten:
Klingt wie aus einem Sciencefiction-Roman? Fast! Kennst du das, wenn Buttons oder Texteinblendungen Teile eines Videos verdecken? Genau dafür gibt’s Safezones. Achte darauf, dass wichtige Inhalte wie Texte, Logos oder Call-to-Actions nicht verdeckt werden. Jede Plattform hat spezifische Anforderungen an Safezones.
Tipp:
Verwende Vorlagen für die Safezones während der Videoaufnahme oder Bearbeitung, um sicherzustellen, dass wichtige Inhalte korrekt positioniert sind.
Die Technik steht, aber dir fehlt noch die zĂĽndende Idee?

4. Kleine Zeilen, große Wirkung: Untertitel machen dein Video für alle zugänglich
Du scrollst durch Instagram oder TikTok, sitzt vielleicht in der Bahn oder im Büro (ja, erwischt!) und schaust dir ein Video an – aber ohne Ton. Kommt dir bekannt vor? Genau das tun Millionen andere auch. Wenn deine Botschaft dann nur über die Tonspur läuft, geht sie einfach unter. Die Lösung? Untertitel!
Sie sorgen dafür, dass dein Video auch ohne Sound verständlich bleibt und helfen, Sprachbarrieren zu überwinden. Besonders bei schneller Sprechweise oder starken Akzenten können sie den Unterschied machen, ob jemand dein Video bis zum Ende schaut oder nach zwei Sekunden weiterscrollt.
Zudem verbessern sie die Zugänglichkeit für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen – ein Aspekt, der durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) immer wichtiger wird. Ab Juni 2025 müssen digitale Inhalte für Menschen mit Einschränkungen zugänglich sein.
Wie du digitale Barrierefreiheit erfolgreich umsetzt, erfährst du hier: Digitale Barrierefreiheit im Überblick.
5 Tipps: So erstellst du Inhalte, die wirklich performen
- Platziere das Hauptmotiv in der Mitte – damit es auf allen Plattformen sichtbar bleibt.
- Hol die Zuschauer*innen direkt in den ersten Sekunden ab! Sonst sind sie weg.
- Setze Text, Overlays oder Animationen ein, um Informationen hervorzuheben.
- Bleib nah an aktuellen Trends – passe sie aber an deine Marke an.
- Nutze Trend-Songs, um deine Reichweite zu pushen. Plattformen spielen Inhalte mit beliebten Audio-Tracks bevorzugt aus. Aber Achtung: Jede Plattform hat spezifische Regeln zur Verwendung von Musik.
Welche Vorteile bieten Vertical Videos?
Vertikale Clips nutzen bis nahezu 100 % des Bildschirms. Bedeutet: Mehr Sichtbarkeit, weniger Ablenkung und der volle Fokus auf dein Video.
Und seien wir mal ehrlich: die meisten Menschen halten ihr Smartphone vertikal – da ist es doch nur logisch, dass Inhalte im Hochformat intuitiver konsumiert werden. Kein umständliches Kippen, kein Gefummel – einfach Videofeed öffnen und los geht’s.
Apropos Durchhaltevermögen: Studien zeigen, dass vertikale Videos deutlich höhere Abschlussraten haben als horizontale. Laut Snapchat erzielen vertikale Videoanzeigen neunmal höhere Conversions als horizontale Formate. Und wer mehr Engagement erzeugt, landet natürlich auch höher im Algorithmus – denn TikTok, Instagram & Co. pushen genau die Inhalte, die die Nutzer*innen länger auf der Plattform halten. Extra-Tipp: Wir empfehlen, die wöchentlichen Video-Updates von Adam Mosseri (CEO von Instagram) im Auge zu behalten. So bleibst du up-to-date über neue Features und Hinweise darauf, was der Instagram-Algorithmus bevorzugt.
Kurz gesagt: Vertical Videos sind nicht nur ein Trend, sondern eine echte Strategie fĂĽr mehr Reichweite, Engagement und letztendlich mehr Erfolg auf Social Media. Wer sich diesem Format nicht anpasst, verschenkt wertvolles Potenzial. Also, worauf wartest du?
Plattform-Trends im Ăśberblick: Wo performt dein Vertical Video am besten?
Nicht jede Plattform funktioniert gleich – und das gilt auch für Vertical Videos. Jede Plattform hat ihre eigenen Besonderheiten, die du bei der Content-Erstellung beachten solltest:
TikTok: Der Trendsetter
TikTok hat Kurzvideos groß gemacht – von Dance-Challenges bis zu viralen Rezepten. Mit bis zu 10 Minuten Länge sind mittlerweile nicht mehr nur unterhaltsame Clips, sondern auch edukative Inhalte oder längeres Storytelling möglich. Besonders stark: Duett- und Remix-Funktionen fördern Interaktion und sorgen für Community-Building. Wer hier performt, landet auf der For You Page – und das bedeutet Reichweite.
Instagram: Reels fĂĽr organisches Wachstum
Während TikTok besonders die Gen Z anspricht, erreicht Instagram mit seinen Reels eine breitere Nutzerbasis, darunter viele Millennials. Unternehmen setzen zunehmend auf inspirativen Content, um neue Follower zu gewinnen. Bis zu 90 Sekunden Länge ermöglichen ein Storytelling mit mehr Tiefe, und da Instagram Reels stark pusht, sind sie aktuell der beste Wachstumstreiber auf der Plattform.
YouTube Shorts: Kurzvideos mit Langzeiteffekt
Die Plattform bietet Creator*innen, die bereits eine Fanbase auf YouTube haben, die Möglichkeit, auch mit kurzen Videos zu punkten. Weniger trendgetrieben als TikTok, dafür mit langfristiger Sichtbarkeit. Schnelle Tipps, Hacks oder Highlights aus längeren Videos funktionieren hier besonders gut.
Snapchat: Der Original-Pionier im Hochformat
Auch heute setzt die Plattform konsequent auf das Hochformat, allerdings mit sinkender Relevanz im Vergleich zu TikTok und Instagram. Für bestimmte Nischen, etwa persönliches Storytelling oder exklusive Einblicke, kann Snapchat aber weiterhin ein wertvoller Kanal sein.
Activate your fans, don’t just collect them like baseball cards.
– Jay Baer, Autor & Customer Experience Experte
Diese Zielgruppen erreichst du mit Vertical Videos
Gen Z & Millennials: Die Vertical-Natives
Für die jüngeren Generationen ist das Hochformat so selbstverständlich wie WLAN. TikTok, Instagram Reels und Snapchat sind ihr zweites Zuhause, und Inhalte müssen schnell, authentisch und visuell stark sein, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Langatmige Erklärungen? Nein danke. Hier geht’s um Trends, Education und Entertainment in Sekundenbruchteilen. Wer ihre Sprache spricht, kann mit Vertical Videos eine enorme Reichweite aufbauen.
Ältere Generationen: Langsam, aber sicher im Hochformat unterwegs
Lange Zeit waren horizontale Videos (16:9) für sie das Maß der Dinge. Doch die Gewohnheiten ändern sich: Immer mehr Nutzer*innen abseits von Gen Z und Millennials entdecken Instagram & Co. für sich. Noch dominiert das Querformat, aber das Hochformat gewinnt auch hier an Bedeutung.
Das kannst du als Unternehmen tun:
Ob Storytelling, Live-Streaming für Q&A-Sessions oder interaktive Kampagnen – Plattformen wie TikTok und Instagram bieten die perfekte Möglichkeit, mit deiner Zielgruppe authentisch und persönlich in Kontakt zu treten. Besonders effektiv für Produktwerbung sind direkte Call-to-Actions, die Nutzer*innen mit einem Swipe zur Landing Page oder zum Produkt führen.
Build it, and they will come” only works in the movies. Social Media is a “build it, nurture it, engage them, and they may come and stay.
– Seth Godin, Autor und Speaker
Herausforderungen bei Vertical Videos – ein paar Stolpersteine gibt’s doch
So genial Vertical Videos auch sind – es gibt auch hier 3 typische Fallstricke, die du kennen (und vermeiden) solltest:
1. Cross-Posting: Fluch oder Segen? Oder: Warum Instagram TikTok nicht leiden kann

Ein TikTok-Video einfach als Reel oder YouTube Short posten? Klingt verlockend, um Zeit und Produktionsaufwand zu reduzieren– aber Vorsicht: Instagram zum Beispiel drosselt die Reichweite von Reels mit TikTok-Wasserzeichen. Die Lösung? Lade dein Video ohne Wasserzeichen hoch oder nutze Tools wie „SnapTik“.
Aber Achtung: Nicht jedes Video, das auf TikTok funktioniert, ist automatisch ein Hit auf Instagram oder YouTube Shorts. Jede Plattform hat eigene Zielgruppen, Algorithmen und Content-Präferenzen. Wer Inhalte nicht optimiert, riskiert, als eine Marke wahrgenommen zu werden, die wenig Wert auf ihre Community legt. Der klügste Ansatz? Lerne Plattformen zu verstehen und Inhalte plattformspezifisch anzupassen. Belohnt wirst du mit mehr Reichweite, Interaktion und Markenloyalität.
2. Film ab – aber bitte mit Köpfchen
Einfach drauflosfilmen? Lieber nicht. Vertical Videos erfordern eine durchdachte Bildkomposition – sonst fehlen am Ende wichtige Elemente, oder dein Motiv ist halb abgeschnitten. Außerdem gibt es weniger Spielraum für nachträgliche Anpassungen. Wer Inhalte später auch im Querformat nutzen will, sollte idealerweise in 4K aufnehmen und den passenden Bildausschnitt erst im Schnitt festlegen.
3. Nicht alles gehört ins Hochformat
So praktisch Vertical Videos sind – es gibt Inhalte, die einfach besser im Querformat funktionieren. Landschaftsaufnahmen, Kino-ähnliche Szenen oder weite Panorama-Shots kommen in 16:9 einfach besser zur Geltung. Bedeutet: Nicht jedes Video muss zwanghaft ins Hochformat gezwängt werden. Manchmal ist Querformat schlicht die bessere Wahl.
Unser Fazit: Vertical Videos sind dein SchlĂĽssel zum Social-Media-Erfolg
Ob TikTok, Instagram oder YouTube Shorts – Vertical Videos sind gekommen, um zu bleiben. Die Art und Weise, wie wir Inhalte konsumieren, hat sich verändert, und das Hochformat ist aktuell der klare Gewinner. Wer heute auf Social Media erfolgreich sein will, kommt an vertikalen Clips nicht mehr vorbei. Wer sie clever einsetzt, gewinnt mehr Reichweite, mehr Engagement und mehr Conversions.
Natürlich gibt es ein paar Herausforderungen – aber die gute Nachricht ist: Wir wissen genau, wie man sie meistert! Als Experten für Social Media Marketing, Storytelling und Content Creation helfen wir dir, Vertical Videos strategisch in deine Marketingstrategie zu integrieren, plattformübergreifend zu optimieren und Inhalte zu produzieren, die zu dir und deiner Marke passen – und performen!
Schreib uns eine Nachricht und lass uns besprechen, wie wir dich unterstützen können.

Vertical Videos sind mehr als nur ein Trend – sie sind die Art, wie wir heute Inhalte erleben. Ich lieb's, Marken auf Social Media genau dort sichtbar zu machen, wo sie am meisten wirken: mitten im Feed, mitten im Leben. Lass uns deine Story so erzählen, dass niemand mehr weiterscrollt!


